Rückblick - das war die Berlin Art Week 2014
Eine Woche Kunst satt. Das war die Berlin Art Week 2014. Was uns gefallen hat und was nicht so, lest ihr im folgenden Beitrag.

Fotos, Eindrücke + Kritik zur Berlin Art Week

Eigentlich ist ja jede Woche "Art Week" in Berlin. Nachdem Wegfall des Berliner Art Forums, beschloss man vor drei Jahren das "Loch" irgendwie zu stopfen und einen gemeinsamen Auftritt von Institutionen, Museen, Galerien und Kunstmessen zu initiieren. Mal mit einem gemeinsamen Motto, wie im letzten Jahr, mal ohne. Es ist kein Geheimnis mehr das die "abc - art berlin contemporary" der Magnet der Berlin Art Week ist und war. So ist es auch nicht verwunderlich das Alexander Schröder von der Galerie Neu sich fragt: "Wir wissen gar nicht, ob wir die Art Week noch brauchen".
abc Berlin 2014
Daniel Steegmann Mangrané | Esther Schipper

Eines vorweg, es war uns unmöglich alle Ausstellungen und Angebote der Berlin Art Week zu sehen. Kein guter Rat ist es, wenn es einem um die Kunst geht, an den Eröffnungsabenden und Vernissagen teilzunehmen. Zum Auftakt in die Akademie der Künste mit der Ausstellung "Schwindel der Wirklichkeit" zu gelangen, war quasi unmöglich. Es war einfach zu voll. Tipp für das kommende Jahr, nutzt die Vormittage der restlichen Ausstellungstage (möglichst in der Woche). So war es am Freitag fast paradiesisch leer bei Sprüth & Magers. Die Galerie zeigt neue Arbeiten von Thomas Scheibitz und Fotografien von Thomas Demand. Bei CFA schauten wir uns die wunderbaren Arbeiten von Norbert Schwontowski an, und wenn man schon mal im Gebäude am Kupfergraben ist, ging es gleich noch hoch zur Galerie Heiner Bastian. Hier sind z. Zt. Arbeiten von Jean Dubuffet und Jean Fautrier zu sehen.

Berlin Art Week 2014Norbert Schwontowski | CFA

Berlin Art Week 2014Thomas Scheibitz | Sprüth & Magers

Von der "abc" meldeten die Galerien zahlreiche Verkäufe und das in Berlin. Die erstmals von Kristian Jarmuschek organisierte "POSITIONS" im alten Kaufhaus Jandorf wurde ja eiligst nach der Aufgabe der "PREVIEW" ins Leben gerufen. Vieles erinnerte noch an den Vorläufer. Unsere Eindrücke von der "POSITIONS" hatten wir bereits hier geschildert. In der Auguststraße in Berlin-Mitte stolpert man quasi von Galerie zu Galerie. Im schmalen LAB der Galerie EIGEN + ART waren Arbeiten von Michael Just, Manuela Kasemir und Ruprecht von Kaufmann zu sehen (bis 25.Oktober). Gespannt ging es dann zum ME COLLECTORS ROOM. Gleich drei Ausstellungen erwarteten uns hier. Neben der permanenten Ausstellung "Wunderkammmer Olbricht", waren noch Werke aus der Sammlung von Sandretto Re Rebaudengo zu sehen sowie die neue Ausstellung "ECOTICA_and 4 other cases of the self" (bis 22.Februar 2015).

Berlin Art Week 2014Ruprecht von Kaufmann | Galerie EIGEN + ART LAB

Ja die Berlin Art Week war sehenswert, aber man hatte das Gefühl, das es eher ein von den Galerien getragene Kunstwoche war. Die öffentlichen Institutionen und Museen haben ihr Potenzial jedenfalls noch nicht ausgeschöpft. Da aber in Berlin sowieso alles anders ist, sind wir gespannt auf 2015.

Links zum Thema:
- Galerien in Berlin
- Museen in Berlin
- Ausstellungen in Berlin

abc Berlin 2014Luciana Rondolini | Miaumiau

abc Berlin 2014Jonathan Meese | Galerie Krinzinger / Sies + Höke

abc Berlin 2014Natalia LL | lokal_30

abc Berlin 2014Johanna Karlsson | Galleri Magnus Karlsson

abc Berlin 2014Douglas Coupland | Daniel Faria Gallery

abc Berlin 2014Des Hughes | Buchmann Galerie

abc Berlin 2014Jigger Cruz | Arndt

abc Berlin 2014Anca Munteanu Rimnic | PSM

abc Berlin 2014Donna Huanca | Brand New Gallery

abc Berlin 2014Tobias Rehberger | neugerriemschneider

abc Berlin 2014Luciana Rondolini | Miaumiau

abc Berlin 2014Nina Pohl | Sprüth Magers Berlin London
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