Artsy und Auctionata mit neuen Finanzierungsrunden im zweistelligen Millionenbereich
Die beiden Kunst-Start-ups Artsy und Auctionata wachsen weiter durch Fremdkapital. In einer weiteren Finanzierungsrunde (Serie C) sammelt das amerikanische Unternehmen Artsy 25 Millionen Dollar und die Berliner Auctionata AG satte 47 Millionen Euro.

Kunst-Startups sammeln neue Millionen ein

Bei Auctionata steigt damit die Gesamtfinanzierung auf 79 Millionen Euro. Neu mit im Boot ist das börsennotierte polnische Private-Equity-Haus MCI Management, Hearst Ventures sowie der chinesischen Private-Equity-Firma Yuan Capital. An der erneuten Finanzierungsrunde von 47 Millionen Dollar beteiligten sich auch die bereits bestehenden Investoren (Earlybird, E.ventures, Kite Ventures, Raffay Group, TA Ventures, Bright Capital, REN Invest und Holtzbrinck Ventures).
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Nachhaltiges Wachstum stehen Kündigungen gegenüber

Auctionata bietet Live-Auktionen von Sammlerstücken wie Uhren, Oldtimer, Wein, Schmuck, Design, Kunst und Antiquitäten sowie einen Onlineshop für Drittanbieter. Im Jahr 2014 erzielte das Kunst-Start-up einen Umsatz von 31,5 Millionen Euro. Mit dem reichlichen Geldsegen von 47 Millionen Euro will Auctionata neue Teilmärkte wie Musikinstrumente, Diamanten und Edelsteine sowie Luxusimmobilien erschließen. Bei den Berliner spricht man vom nachhaltigen Wachstum. Was auch immer das bei Internet-Start-ups bedeutet. Ob zu dieser Strategie auch die Entlassung von 30 Prozent der Belegschaft gehört, ließ das Unternehmen gegenüber dem Branchenportal "Gründerszene" jedenfalls offen.
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Artsy sammelt 25 Millionen Dollar ein

Mit ähnlich rasantem Wachstum versucht Artsy den Kunstmarkt aufzumischen. Die Private Equity Firma Catterton steigt mit insgesamt 25 Millionen Dollar bei Artsy ein. Erst vor einem Jahr erhielt das Start-up eine Serie B Finanzierung von 18,5 Millionen Dollar. Zu den Geldgebern der ersten Stunde gehören u.a. auch der Galerien-Mogul Larry Gagosian und Dasha Zhukova. Artsy's Gesamtfinanzierung durch Fremdkapital steigt damit auf insgesamt 51 Millionen Dollar.

Artsy nach China oder in Wein

Doch was hat Artsy mit den neuen Millionen vor. Bisher erzielt die Firma ihre Einkünfte hauptsächlich über eine monatliche Gebühr, die sie von teilnehmenden Galerien erhebt. Das Kunst-Start-up plant wohl seine Aktivitäten in China zu verstärken. Dafür könnte die Personalie Jimmy Hexter, Senior Partner bei Catterton, stehen. Dieser hat Erfahrung mit expandierenden Unternehmen in Asien während seiner Tätigkeit als Vorsitzender bei McKinsey & Co. im Peking Büro gewonnen. Oder man expandiert in ein anderes Luxussegment. So hat Blouinartinfo.com herausgefunden, das man sich die Marke "The Wine Genome Project" gesichert hat. Zur Erinnerung - Artsy warb bei seiner Entstehung mit dem "Art Genome Project" Slogan. Wein und Kunst - passt doch.

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