Kunstkompass 2011 das Top 100 Ranking
P?nktlich zur Art Cologne erschien der diesjährige Kunstkompass des Manager-Magazins. Noch weniger überraschend ist die Tatsache, dass Gerhard Richter wieder auf Platz 1 landete.

Gerhard Richter und Ai Weiwei unter den Top Künstlern

Schon 2010 führte Gerhard Richter die Liste der "bedeutendste zeitgenössische Künstler" an. Der Künstler der zur Zeit gleich mit zwei Ausstellungen in Hamburg zu sehen ist, gehört auch auf dem Auktionsmarkt zu den teuersten, was an Kunst aus Deutschland kommt.

Kunstkompass Ranking 2011
Überhaupt ist Deutschland nach den USA, die scheinbar einflussreichste Kunstnation der Welt. Unter den Top 100 finden sich 2011 insgesamt 28 amerikanische und 27 deutsche Künstler.

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Die Top 5 lebender zeitgenössischer Künstler

  1. Gerhard Richter
  2. Bruce Nauman
  3. Georg Baselitz
  4. Cindy Sherman
  5. Anselm Kiefer

die Top-Aufsteiger 2011
Sind in der Kategorie der Top 100 fast ausschließlich Künstler aus den führenden Industrienationen vertreten, sieht es in der Rubrik "Aufsteiger" etwas anders aus. Genannt seien hier auszugsweise der chinesische Künstler Ai Weiwei (Platz 2), um den es in den letzten Wochen ja sehr viel internationale Aufmerksamkeit gab (zur Verhaftung von Ai Weiwei).
Hermann Nitsch führt die Liste der Aufsteiger an, gefolgt von Ai Weiwei, Ernesto Neto und Robin Rhode.

Um das Ranking dann noch zu vervollständigen, gibt es natürlich auch eine Top-Liste von bereits verstorbenen Künstlern, die aber mit ihrer Arbeit immer noch die Gegenwartskunst beeinflussen. Joseph Beuys, Andy Warhol, Sigmar Polke und Louise Bourgeois sind hier die Künstler auf den vorderen Rängen.

Über den Sinn solcher Rankinglisten darf sich jeder sein eigenes Bild machen. Solche Rankings sind ja nur eine Abbildung der Vergangenheit. Welche Künstler in Zukunft sich am Markt durchsetzen werden, verraten solche Listen nicht. Scheinbar nehmen aber "viele" "Sammler" solche Listen mit in die Galerie, auf die Kunstmesse oder zur Auktion um dort wertsteigernde Kunst zu kaufen. Oder wie ist es sonst zu erklären, warum Rankings von Künstlern vermehrt in Wirtschafts- und Finanzmedien auftauchen?

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