Tefaf expandiert, Tod des Assistenten und wertvolle chinesische Schale
Im aktuellen Wochenüberblick blicken wir noch einmal auf die Kunstmesse Tefaf, berichten vom rätselhaften Tod eines Assistenten und Freundes von David Hockney. Dass sich der Besuch auf dem Flohmarkt lohnen kann, beweist die Geschichte einer chinesischen Schale.

Tefaf nach China, DDR-Enteignung, Todesfall

Die Kunstmesse Tefaf in Maastricht geht langsam zu Ende. Gute Verkäufe wurden schon in den ersten Stunden nach Eröffnung der Kunst- und Antiqitätenmesse gemeldet. Hier noch einmal der Verweis auf die Highlights der Tefaf 2013. Dass die vielleicht wichtigste und qualitativ beste Messe sich auch auf dem asiatischen Markt zeigen möchte, überrascht nicht wirklich. Ab 2014 wird es einen Ableger der European Fine Art Fair (Tefaf) in Beijing (China) geben. Dazu wird ausgerechnet mit Sotheby's eine Kooperation geben, die bei vielen Händlern auf Skepsis stößt. In China wird man zusammen mit der staatlichen GeHua Art Company im September 2014 eine Erstausgabe der Messe mit rund 100 Händlern in einer Freihandelszone starten. Alle Verkäufe wären damit steuerfrei. Das Joint Venture ist auf 10 Jahre angelegt.

China Teil 2 - Flohmarktfund stellt sich als Millionenobjekt heraus
Glück muss man haben. Ein Ehepaar in den USA hatte 2007 eine kleine unscheinbar wirkende Porzellanschale für 3 Dollar gekauft. Jahrelang stand der "schlummernde Schatz" im heimischen Wohnzimmer. Irgendwann entschloss man sich mehr über die gerade einmal 12cm große Schale herauszubekommen und ging damit zum Auktionshaus um sie schätzen zu lassen. Dabei stellten Experten fest das es sich um eine Arbeit aus der Song-Dynastie (960 bis 1279) ist, die rund vier Jahrhunderte älter als die Ming-Dynastie ist. Zurzeit ist weltweit nur eine weitere fast identische Porzellanschale bekannt. Diese wurde 1947 vom Sammler Henry J. Oppenheim dem British Museum in London vermacht. Die kleine Porzellanschüssel des amerikanischen Ehepaares wurde nun versteigert (Schätzpreis: 200.000 bis 300.000 Dollar). In einem heißen Bietergefecht sicherte sich letztendlich der Londoner Händler Giuseppe Eskenazi das seltene Stück für unglaubliche 2,23 Millionen Dollar.

mysteriöser Tod des Hockney-Assistenten
Dominic Elliott, 23-jähriger Assistent des britischen Künstlers David Hockney, ist am letzten Wochenende auf rätselhafte Weise ums Leben gekommen. Elliott unterstützte Hockney regelmäßig bei seiner Arbeit. Über die näheren Umstände des Todes tappt man noch im Dunkeln. Hockneys Assistent kam Samstagnacht in dessen Wohnung zurück. Gegen 6:00 Uhr früh wurde er ins Krankenhaus gebracht, wo man aber nur noch seinen Tod feststellen konnte.

Kunstenteignung in der DDR
Das Thema spielt in der öffentlichen Wahrnehmung kaum eine Rolle. Zu DDR-Zeiten wurden systematisch private Sammler und Adelshäuser enteignet. Viele der Kunstgüter wurden entweder verkauft oder landeten zu DDR-Zeiten oder danach in ostdeutschen Museen. Diese hatten nun 20 Jahre Zeit um die Exponate an frühere Besitzer zurückzugeben. Die Rückgabefrist läuft nun aus. Alles, was nicht geklärt wurde, geht wohl nun in den Kunsthandel, wie folgender Bericht zeigt:

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