Banksy Fälschung auf der PREVIEW & 60.000 Besucher zur Art Week
Die Berlin Art Week konnte rund 60.000 Besucher verzeichnen. Dass Fälscher auch vor zeitgenössischer Kunst nicht haltmachen, musste die Kunstmesse Preview Berlin erfahren. Was allerdings Angela Merkel so kurz vor der Wahl auf der Berliner Liste machte, klären wir hier ebenfalls.

Messerückblick Berlin Art Week

Die Berlin Art Week, an der Museen, Instituitonen sowie die beiden Kunstmessen "abc art berlin contemporary" und PREVIEW Berlin teilnahmen, verbuchen die Veranstalter als Erfolg. Mit der Berliner Kunstwoche wollte man den Ruf Berlins als internationalen Kunststandort stärken. Ob das gelang, lässt sich zwar nicht an den rund 60.000 Besuchern zur Berlin Art Week feststellen, muss aber von den Veranstaltern und Teilnehmern hinterfragt werden.

Preview Berlin Galerie Bart
Foto: Preview Berlin Galerie Bart

So wurde etwa das offene Stand- und Raumkonzept der abc sowie deren kuratorischer Ansatz gelobt. Zu Verkäufen gibt es noch keine Meldungen und auch nicht, ob zusätzliches internationales Sammlerpublikum in die Hauptstadt gelockt werden konnte. Die PREVIEW Berlin gab sich dieses Jahr deutlich internationaler. Mit dem Umzug von Berlin-Tempelhof in die Opernwerkstätten in der Zinnowitzer Straße betrat man Neuland. Die PREVIEW so scheint es, hat ihre Nische im internationalen und nationalen Messezirkus gefunden. Kleine und junge Galerien nutzten die PREVIEW in den vergangenen Jahren immer wieder zu einer Art Test. So etwa die Galerie Eigenheim aus Weimar, die im letzten Jahr noch lediglich eine Solowand mit Werken von Enrico Freitag bespielten. Dieses Jahr traute man sich in die größere Messekoje und hatte Werke von gleich vier Künstlern dabei (Enrico Freitag, Wang Yuhong, Zhao Yang und Konstantin Bayer).

Banksy Fälschung auf der PREVIEW

Das Banksy Arbeiten schwer einzuschätzen sind, ob diese echt sind oder nicht, liegt u.a. an dem Umstand, dass die wahre Identität des Street-Art-Künstlers nicht bekannt ist. Auf der PREVIEW Berlin tauchte ein Werk am Stand der Galerie G & G Fine Art auf, das angeblich ein Banksy-Werk sein sollte. Zweifel an der Echtheit des Werkes hatten die Macher des Artparasites-Magazins. Kurzerhand schrieben diese eine E-Mail an "PEST CONTROL", der PR-Agentur von Banksy. Und tatsächlich wurde der Verdacht bestätigt.
- Shadow Of A Doubt: When Is A Banksy Not A Banksy? - Artikel bei artparasites.com

Artikel zum Thema auf Artinfo24:
- Banksy Fälscher verurteilt
- Banksy Auktionen - die Entwicklung von Street Art am Kunstmarkt

Angela Merkel
Foto: Der Berliner Kunstkontakter vor dem Bild "60 Merkels 2012"

Berliner Liste sagte Wahlerfolg von Angela Merkel voraus

Na ganz so war es dann doch nicht. Doch der Berliner Kunstkontakter, den Berlinern dürfte er bestens bekannt sein, hatte sich eine Messekoje auf der Berliner Liste gesichert und sich ganz dem Thema "Angela Merkel" angenommen. So waren dort die Arbeiten "60 Merkels 2012" von Peter Wilde und "Angel-A" von Goetz Valien zu sehen. Auf der Berliner Liste konnte man zudem viele noch bezahlbare Entdeckungen machen, wie z.B. die Arbeiten von Micha Brendel (Staatsgalerie Prenzlauer Berg), den wir hier noch näher vorstellen werden, oder der Fotografin Franziska Strauss mit ihren Tanzfotografien bei Egbert Baqué Contemporary Art.

Micha Brendel
Foto: Micha Brendel "Zwei Geschichtsräder" (2001)

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