Was William Turner mit chinesischer Kunst zu tun hat
14 Aquarelle von William Turner wurden gestern bei Sotheby's versteigert. Was das mit chinesischer Gegenwartkunst zu tun hat?

Auktion

Die Aquarelle stammen alle aus der Sammlung des belgischen Lebensmittelunternehmers Baron Ullens de Schooten. Dieser hat zusammen mit seiner Frau, die seltenen Werke von William Turner über die letzten 20 Jahre zusammengekauft. Turner selbst war ein cleverer Vermarkter seiner eigenen Kunst. Teilweise kaufte dieser eigene Werke wieder zurück. Da Turner seinen kompletten Nachlass dem Staat vermachte wurden Werke auf dem Kunstmarkt mit einem Schlag sehr rar. Mehr dazu findet man in einem Artikel bei Faz.net.

Sotheby's garantierte dem Sammlerehepaar rund 15 Millionen Pfund (via FAZ). Auf Sotheby's Website war heute aber nur ein Ergebnis von 10,767 Millionen Pfund zu lesen. Eine Pressemitteilung, wie bei den letzten Auktionsrekorden, gab es natürlich noch nicht.

Was hat also nun den Sammler Baron Ullens de Schooten dazu bewogen, seine raren Turner Aquarelle abzustoßen. Der belgische Sammler hat in den letzten Jahren eine staatliche Sammlung chinesischer Kunst (Gegenwart) aufgebaut. Auf über 6500qm soll dafür nun ein Museum entstehen, und zwar in Beijing. In einem ehemaligen Militärkomplex soll das Gebäude, was von den Architekten Jean-Michel Wilmotte (Frankreich) und Ma Qingyun (China) geplant wurde, entstehen. Die Ullens Sammlung chinesischer Kunst umfasst bisher über 1300 Kunstwerke. Das "Ullens Center For Contemporary Art" soll am 2.November 2007 eröffnet werden.

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