Gemäldegalerie bleibt - Ergebnis der Machbarkeitsstudie liegt vor
Und plötzlich gibt es eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung. Die Gemäldegalerie der Alten Meister bleibt am Potsdamer Platz und zieht nicht auf die Museumsinsel um.

Neue Nationalgalerie bekommt zusätzliches Museum

Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie könnte für Berlins Museumslandschaft eine der größten Chancen der kommenden Jahre bedeuten. Nicht nur das man sich den kostspieligen Umzug/Neubau (375 Millionen Euro) für die Alten Meister auf die Museumsinsel spart. Noch dazu bekommt man ein komplett neues Museum der Moderne neben die Neue Nationalgalerie gestellt.

Die Kosten dafür belaufen sich auf geschätzte 130 Millionen Euro. Dem Konzept müssen jetzt noch der Stiftungsrat und die parlamentarischen Gremien zustimmen. Am Potsdamer Platz würde ein neues Kunstzentrum der Moderne entstehen.

Neue Nationalgalerie Berlin
Die Neue Nationalgalerie in Berlin, Architekt Mies van der Rohe. Eröffnet 1968. Foto wikipedia - Manfred Brückels

Sammlung Pietzsch könnte bleiben

In Deutschland hätte man endlich ein Museum von Format, welches die Kunst des 20. Jahrhunderts entsprechend würdigt und präsentiert. Die Diskussion um die Sammlung Pietzsch wäre ebenfalls vom Tisch. Die beeindruckende Surrealismus Sammlung mit Werken von Salvador Dalí, Max Ernst und René Magritte wäre würdig präsent. Dazu sollen sich noch Kunstwerke der Sammlung Marx vom Hamburger Bahnhof von Künstlern wie Andy Warhol, Robert Rauschenberg, Cy Twombly oder Anselm Kiefer gesellen.

Vielleicht hat sich der Galerist und Kunsthändler Michael Werner doch zu früh entschieden, als er letztes Jahr teile seiner Sammlung dem Pariser Musée d"Art Moderne vermachte. Jahrelang hatte sich Werner über das Desinteresse der deutschen Museumspolitik an deutscher Kunst nach 1945 geärgert. Diese hätte jetzt perfekt zu den neuen Berliner Museumsplänen gepasst.

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