Ai Weiwei - China fordert 1,7 Millionen Steuerrückzahlung
Jetzt scheint es amtlich zu sein. Der chinesische Staat, in Form der Steuerbehörde, fordert vom Künstler Ai Weiwei eine Steuerrückzahlung von umgerechnet 1,7 Millionen Euro.

Steuerbetrug von Ai Weiwei - Strafe verkündet

Angeblich habe man dem chinesischen Künstler Steuerbetrug nachgewiesen. Wie verschiedene Medien berichten, habe Ai Weiwei bisher aber keinerlei schriftliche Erklärung bekommen. Und die angebliche Steuerschuld richtet sich eigentlich gegen die Firma Beijing Fake Cultural Design Development, bei der er formal nicht einmal Geschäftsführer sei, sondern seine Frau.

Das Steuer-Bußgeld von 1,7 Millionen Euro, setzt sich aus Steuerrückzahlungen, Bußgeld und Verspätungszuschlägen zusammen. Erst im Juni kam Ai Weiwei gegen Zahlung einer Kaution aus der Haft frei.
Ai Weiwei
Foto: Ai Weiwei Katalog der Ausstellung im Haus der Kunst, München

Anfang April 2011 wurde der chinesische Protestkünstler am Flughafen von Peking ohne Nennung von Gründen festgenommen. Erst Wochen später nannte man Steuerbetrug als Grund für seine Verhaftung.
Der Verleger Wolfgang Hörner, bei dem das Buch "Ai Weiwei - Der verbotene Blog" dieses Jahr erschien, nannte die damaligen Vorwürfe eine beliebte Masche der chinesischen Regierung gegen Kritiker im eigenen Land:
"Aber wir machen uns auch große Sorge, dass ihm Wirtschaftsverbrechen vorgeworfen werden. Das ist oft ein Weg, Regimekritiker ins Gefängnis zu bringen oder sie zu ruinieren."

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